Ich will tanzen! KO durch Knieschmerzen?

Du sollst wegen deinen Knieschmerzen Tanzen pausieren?

Ist das wirklich die Lösung für dein Problem?

Ich bin kein Arzt und masse mir keine medizinischen Ratschläge an. Trotzdem schreibe ich über meine aktuellsten Impulse und Rückschlüsse zum Thema Knieschmerzen, Tanzen und Trainingsverbot.

Der Schmerz

Du hast es soweit geschafft – endlich gehst du regelmässig ins Training.

Du hast dir eine Lösung gesucht, gefunden und besuchst nun regelmässig und mittlerweile total begeistert alle möglichen Tanz- und Fitnesslektionen.

Bestimmt erkennst du auch schon erste Erfolge und kommst deinem Ziel Schritt für Schritt näher. Gratulation!

Und dann – es sticht und zwackt, zieht und schwillt sogar an – Knieschmerzen!

Im ersten Moment bekommst du Angst, denn dein Körper ist dir wichtig und du sorgst dich, ob es etwas Schlimmes ist. Dein Arzt untersucht dich, gibt dir Medikamente und rät zum Schonen. Er verordnet dir eine Trainingspause, denn so kommt er am schnellsten zum logischen Ziel – schmerzfrei sein.

Das ist bestimmt nicht falsch, aber es ist, wie oft in der Schulmedizin, eine Symptombehandlung.

Du machst also alles was er sagt, du versagst dir deine geliebten Tanz- und Fitnesslektionen und gehst dafür auf sein Anraten hin an Geräte, die deine Muskulatur nun kontrolliert aufbauen sollen.

Danach beginnst du wieder, alles hält, alles wunderbar – aber du löst deine Handbremse nie mehr richtig ganz. Du bist unsicher und vorsichtig denn du merkst, es ist nicht gut.

Du bist zwar schmerzfrei, aber irgendwie scheint er nur verdeckt, er lauert noch immer hinter deine Kniescheibe.

Oberflächlich um die Probleme schippern oder jetzt mal endlich die Ursache beheben?

Unbestritten sind Schmerzen nicht angenehm, aber unsere allgemeine Haltung, Schmerzen in erster Linie so schnell wie möglich „weg zu machen“ bringt auch keine echte Heilung.

Im Gegenteil, der Schmerz ist zwar im Moment weg, das Problem/ die Ursache bleibt aber noch immer unbearbeitet im System.

Das Unvermeidliche kommt: „Ich habe WIEDER Knieschmerzen! Ich kann wieder nicht mehr tanzen und ich bin sowas von frustriert und ratlos….“

Knieschmerzen sind wie jeder Schmerz, verdichtete Information. Der Schmerz ist nicht einfach „böse“, der Schmerz hat eine Ursache und diese möchte behoben werden.

Deine Knie wollen schmerzfrei und gesund sein. Dein Körper reguliert nonstop in diese Richtung.

Also, was mach ich jetzt, damit ich trotz Knieschmerzen tanzen kann?

5 hilfreiche und umsetzbare Tipps.

(Ich bin kein Arzt, ich distanziere mich von Heilungsversprechen, dies sind nur einige meiner persönlichen Ratschläge, mit dem Wissen, dass es noch ganz viele mehr gibt.)

1. Geh zum Arzt

Ein Abklären der anatomischen Situation bringt bestimmt schon mal Klarheit und ist auch aus versicherungstechnischen Gründen wichtig.

Was du danach mit diesen Informationen tust, liegt übrigens immer zu 100% bei dir. Ich würde dich gerne dazu einladen Folgeuntersuchungen zu hinterfragen, denn oft werden solche Untersuchungen durchgeführt, damit man dem Patienten eine ganz genaue Diagnose geben kann, die aber kaum etwas an den Konsequenzen oder der Therapie ändert.Hol dir auch unterschiedliche Meinungen über die Therapiemöglichkeiten, google ist der grösste und günstigste Ratgeber diesbezüglich.

Bei entzündlichen Schmerzen empfehle auch ich die Medikamente einzunehmen, die dir dein Arzt gibt. Die Entzündung könnte bleibende Schäden im Gelenk begünstigen, was ja total unnötig ist. Führ dann diese Schmerztherapie wirklich bis zum Schluss konsequent durch, das lindert nicht nur die Schmerzen sondern unterstützt in diesem Moment auch gleich die Schmerzen.

Erkenne die Schmerztherapie aber bitte ganz klar als eine Symptombehandlung.

Nutze die Schmerzfreiheit, die du dadurch bekommst für echte Rehabilitation und Regeneration und zwar vor allem auch von deinen Bewegungsmustern.

2. Therapiemöglichkeit Mobility

Viele Knieprobleme haben ihren Ursprung in einem zu unbeweglichen Fussgelenk.
(Auch die Hüfte ist ein Auslöser, darauf komme ich gerne ein ander Mal zurück).

Unsere Füsse und unsere Fussgelenke sind durch unseren Bewegungsmangel, unsere künstlichen Böden sowie dem ständigen Tragen von Schuhen viel zu steif.

Die Fuss- und Fussgelenksmuskulatur ist dadurch eingeschränkt und verspannt und die Sensoren senden viel zuwenig Wahrnehmung.

Diese Unbeweglichkeit der Füsse und Fussgelenke beeinflussen die Beinachse ungünstig für deine Knie.

Mobility Übungen findest du endlos auf Youtube, ich empfehle hierzu gerne die Seite von Benni Heizmann, my-reset.com. Hier findest du guten Inhalt kostenlos, sowie auch die Möglichkeit für einen kleinen monatlichen Beitrag strukturiert und zielorientiert von zu Hause aus an deiner Mobility zu arbeiten.

Yoga, Pilates und functional Training beinhalten Mobility Übungen im regulären Programm. Somit wirst du auch in diesen Programmen eine Verbesserung (nicht nur) deiner Fussgelenke erfahren.

barfusstraining

3. Barfusstraining

An unseren Füssen haben wir tausende von Rezeptoren/ Sinneszellen nach Aussen. Unsere Füsse sind ein Wunderwerk zur Wahrnehmung und Koordination.

Diese Rezeptoren sind enorm wichtig für unsere Bewegungskoordination, sie senden Signale über die Bodenbeschaffenheit und über die Härte unseres Aufpralls – dies wiederum entscheidet darüber, wie wir uns bewegen. So werden schroffe, verletzende Bewegungen gar nicht ausgeführt.

Fett gepolsterte Schuhe implementieren non-stop „alles ist gut“.

Egal wie hart wir aufspringen, wie blockiert unsere Gelenke sind, die Fussrezeptoren wiegen sich in Sicherheit – weich und kuschelig eingebettet.

Wie und wo barfuss trainieren?

Super einfach – geh so oft wie möglich barfuss. Wenn du nicht zu Hause bist trag Barfussschuhe. Diese lassen dem Fuss die Möglichkeit sich frei zu bewegen, so dass er seine Stabilitätsfähigkeit nicht verliert. Die Sohle ist dünn ohne künstliche Dämpfung erfolgt und trotzdem schützt sie deine Fusssohlen vor Schmutz und Verletzungen.

Und wieder reihen sich Yoga, Pilates und auch functional Training ganz vorne ein, denn hier üben wir total barfuss. Falls es biz intensiver sein soll, käme auch Piloxing für dich in Frage. Ein Kraftausdauertraining ohne Schuhe.

Es gibt viele online Plattformen, mit denen du wunderbar Yoga oder Pilates zu Hause trainieren kannst.

Ich empfehle dir aber unbedingt davor einen Kurs oder ein personal Coaching bei einem guten und dir angenehmen Trainer zu machen.

Leiste dir gute Qualität. Billig ist hier wirklich billig. Ein berufener Trainer, der dich wirklich erreicht und fördert, der enthusiastisch arbeitet – kostet gutes Geld.

4. Personal Coaching mit Bigi

An dieser Stelle unterlasse ich es nicht, meine Fähigkeiten und Möglichkeiten in diesem Bereich anzubieten :-).
Wir können das vor Ort machen, wenn Bachenbülach für dich erreichbar ist.
Ansonsten geht das auch online per Skype oder ähnliches.

personal coaching mit bigi

5. Faszientraining, Blackroll, FaszienYoga

Darüber liest und hört man im Moment viel – und das zu recht.

Den Fokus auf den Faszien zu halten bedeutet, den Fokus auf deinem Bindegewebe zu halten. Jahrelang wurde diesem Fokus keine Bedeutung geschenkt.

„Bindegewebe, pffff, das ist einfach nur Gewebe, das so um die Dinge rum ist, eine Funktion hat das nicht.“

Weit gefehlt. Heute weiss man, dass dein Bindegewebe wie ein riesiges Netzwerk für deinen Körper fungiert. Fast wie dein körpereigenes Internet. Alles was da mal drin ist, kommt irgendwann viel später an einer total unerwarteten Stelle ans Tageslicht.

Ein riesiges Thema, über das du Bücher, Videos und natürlich auch im Internet ganz viel Material finden kannst. Ich selber bin gerade dabei einen ausführlicheren Artikel darüber zu schreiben – so stay tuned.

Soviel für heute zum Thema Knieschmerzen Tanzen

Natürlich gäbe es zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen, natürlich könnte man vor allem noch viel detaillierter und fundierter darüber berichten.

Mein Anliegen ist es aber, dir einen Ansatz zu geben, deine Schmerzen mal neu anzuschauen, dich neu damit auseiander zu setzen um dann hoffentlich neue Ergebnisse und bleibende Veränderungen zu aktivieren.

Einen Trainingsstop würde ich auf alle Fälle nicht empfehlen. Sondern viel eher eine Anpassung.

Setz dich mit dem Schmerz auseinander, klär alles medizinisch ab und dann hol dir eine professionelle Beratung und geh dem Ganzen auf den Grund.

Erzähl es mir

Ich würde mich enorm über dein feedback freuen, über deine Gedanken, über deine Geschichte, über deine Fragen. Du kannst sehr gerne hier einen Kommentar hinterlassen oder schreib mir auf facebook, oder per Email.

Ich freue mich auf uns

Dini Bigi

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